VSA Forum
Autor: David Grob
Erstellt: Aug 04 2016 - 01:23
Betreff: Bachläufe
Geschätzte Experten

Im Datensatz Werkinformation werden häufig auch unterirdische Gewässer bzw. Bachwasserleitungen verwaltet. Dabei lassen sich die folgenden Fälle unterscheiden:
- Über längere Strecke (meist unter Sieldungsgebiet) eingedolte Bachläufe
- Über kurze Strecke unterirdisch verlaufende Bachläufe (v.a. Bachdurchlässe unter Strassen)
- „Umgehungsleitungen“, welche Wasser aus einem Gewässer entnehmen und an anderer Stelle (evtl. auch in ein anderes Gewässer) wieder einleiten

Wie müssen für die oben erwähnten Beispiele die Daten im Modell VSA-DSS 2014 korrekt erfasst werden? Folgende 3 Punkte sind uns bei der Erfassung dieser Beispiele nicht klar:
- Welche hierarchische Funktion wird erfasst? Immer „PAA.Gewässer“ oder ist auch „SAA.andere“ zulässig?
- Ist bei solchen Leitungen beim Auslauf eine Einleitstelle zu erfassen oder lediglich ein Abwasserknoten? Nur über eine Einleitstelle kann im VSA-DSS eine Verknüpfung mit dem Subsystem Gewässer erstellt werden. Wird nur ein Knoten erfasst, kann keine Verknüpfung erstellt werden.
- Der Einlauf in eine solche Leitung kann nicht mit einem Gewässer verknüpft werden, da wir hier nur einen Abwasserknoten absetzten würden. Oder wäre hier die Erfassung einer Einleitstelle sogar zulässig?

Besten Dank für ihre Rückmeldung
Autor: sjib
Erstellt: Aug 04 2016 - 05:10
Betreff: re: Bachläufe
Grundsätzlich werden Gewässer dann als zusätzlich auch als Kanäle erfasst, wenn sie hydraulisch relevant sind. Damit sind sie dann auch als PAA.Gewaesser zu attributieren und es gelten die normalen Regeln für die Verknüpfung mit dem Gewässer -> Einleitstelle definieren.

Sonst reicht es sie als Gewässernetz im GEP zu haben (siehe Teilsystem Gewässer) und es macht keinen Sinn sie als SAA.andere zu erfassen.

Auch im Gewässernetz kann man eingedolte Abschnitte erfassen:
- Eindolungen unter Strassen, Wegen u.a. mit einer Länge von unter 15m als Klasse Durchlass
- längere Abschnitte als Gewässerabschnitt, Art = eingedolt.

Wenn ein Gewässer in einen Kanal einmündet, den man modellieren will, dann würde ich das als Anschlussobjekt mit einem bestimmten Fremdwasseranfall modellieren (Subklasse ist dann zwar nicht wirklich definiert).

Aber in den beschriebenen Fällen oben müsste man, falls man einen Gewässerabschnitt wirklich hydraulisch rechnen will im GEP wohl sowieso eine Inputganglinie für den Zufluss definieren im Hydraulikprogramm, da sich dann dieses Einzugsgebiet des Gewässers ja nicht mehr gleich rechnet wie ein normales Kanaleinzugsgebiet. Da müsste man dann allenfalls eine Messstelle definieren, die Messdaten einer Inputganglinie enthalten kann.
Anzahl Nachrichten: 2 - Seiten (1): [1]
New posts in this conference will remain hidden until approved by a moderator
Zurück zum Thema
 Autor und Thema 


 Geben Sie Ihre Nachricht unten ein  Tags schliessen

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung