Welche Fragen wurden vom CC-IG bereits beantwortet?

In der nachfolgenden Zusammenstellung sind die von der Arbeitsgruppe «Stand der Technik» beantworteten Anfragen aufgeführt.

Abbattimento polveri/fumi da combustione (10-2018)

Questione:

in allegato trovi una raccomandazione della VSA del 2015 concernente i filtri per il particolato fine prodotto dai riscaldamenti a legna, raccomandazione applicabile per analogia anche ai ristoranti, in particolare alle pizzerie.

Nel documento si raccomanda di eliminare le polveri in forma secca e di non evacuarle in canalizzazione dopo il loro abbattimento per via umida.

Volevo chiederti se nel frattempo la VSA ha approfondito la questione, ad esempio suggerendo degli impianti di pretrattamento di queste acque di abbattimento dei fumi/polveri, che nel caso delle pizzerie possono davvero essere abbondanti (fuliggine, IPA, grassi, ecc.).

Risposta:

La seguente risposta è un parere tecnico della VSA.

Aspetti tecnici

Nella pulizia dei forni per pizza distinguiamo tre tipi di pulizia:  

1. Forni a legna con abbattitori di polveri sottili
Nei forni a legna con abbattitori di polveri sottili bisogna assicurarsi che le polveri filtrate siano smaltite in forma secca insieme alla normale cenere della legna e non evacuate nelle canalizzazioni. Per i forni a legna provvisti di filtro autopulente per via umida è necessario un trattamento preliminare delle acque di scarico (secondo la raccomandazione VSA «Selbstreinigende Feinstaubfilter für Holzfeuerungen» (filtri autopulenti per polveri fini per forni a legna). Il pretrattamento potrebbe avvenire in un impianto di pirolisi.

2. Pulizia giornaliera da parte del personale d’esercizio
Durante la pulizia giornaliera eseguita dal personale d'esercizio si producono rifiuti solidi e acque di scarico. I rifiuti solidi non devono essere smaltiti nelle canalizzazioni, ma con i rifiuti domestici. L'acqua di scarico deve essere eliminata come le acque di scarico delle cucine industriali. Quindi, in caso di acque di scarico grasse e più di 300 pasti al giorno, attraverso un separatore di grasso (v. Norma svizzera 592'000:2012).

3. Pulizia alcalina a cura dello spazzacamino
Durante la pulizia vengono prodotti rifiuti liquidi che non devono essere immessi nella canalizzazione. I residui secchi possono essere conferiti nei rifiuti domestici. I residui liquidi devono essere raccolti e ritirati nelle aziende spazzacamino di società di smaltimento riconosciute, quindi smaltiti a regola d'arte; in alternativa lo spazzacamino tratta i residui nella propria azienda attraverso un proprio impianto approvato per il trattamento preliminare delle acque di scarico.

Le acque alcaline risultanti dalla pulizia dei camini e dei forni da pizza sono considerate rifiuti speciali e possono essere conferite solo ad aziende di smaltimento autorizzate a ritirare questo tipo di rifiuti. Le aziende che conferiscono rifiuti speciali per lo smaltimento devono disporre di un numero d'esercizio secondo l'Ordinanza sul traffico di rifiuti (OTRif) che può essere richiesto al servizio specializzato cantonale.

Aspetti concernenti l'esecuzione

Oltre agli aspetti tecnici, per l'esecuzione è importante anche il numero di forni da pizza presenti nel bacino imbrifero dell'impianto di depurazione e le dimensioni dell'impianto di depurazione. Compete all'autorità esecutiva tenere conto delle particolarità locali.

Basi legali:

  • OPAc, art. 10, Divieto di smaltimento dei rifiuti insieme alle acque di scarico
  • OPAc, Allegato  3.2 e allegato 3.3
  • LPAc art. 4, definizione di acque di scarico
  • LPAmb,  art. 7, Definizioni

Entfernung von Algen, Moos, Pilzen und Flechten an Aussenbauteilen (10-2018)

Frage:

Wir haben Kenntnis davon, dass bei uns im Kanton verschiedene Maler das Produkt ABBAclean und ABBAmousses zur nachhaltigen Entfernung von Algen, Moos, Pilzen und Flechten an Aussenbauteilen verwenden. Welche Massnahmen sind bei der Verwendung dieses Produkt im Freien (zum Schutze der Umwelt) zu treffen?

 

Antwort:

Bei der nachfolgenden Beantwortung Ihrer Anfrage handelt es sich um die Fachmeinung des VSA.
Wir empfehlen bei Fassadenreinigungen und deshalb auch bei der Verwendung des Produkt ABBAclean sowie
ABBAmousses, folgende Auflagen und Massnahmen einzuhalten:

Auflagen / Massnahmen

  1. Das Abwasser aus der Fassadenreinigung darf nicht versickert werden.
  2. Wo kein dichter Boden vorhanden ist, muss mit geeigneten Mitteln (Kunststofffolien, etc.) das Reinigungsabwasser aufgefangen werden
  3. Das Abwasser darf nicht in Gewässer gelangen
  4. Es muss geprüft werden wohin Schächte, Dachrinnen, etc. entwässern. Meteorwasserschächte /-     ableitungen müssen verschlossen / abgedichtet werden.
  5. Das Reinigungsabwasser muss in Absprache mit der Behörde in die Schmutzwasserkanalisation eingeleitet werden (Aufpassen bei kleinen ARA’s). Es gelten dabei die Anforderungen der GSchV Anhang 3.2

Zudem habe ich noch das Merkblatt zur Fassadenreinigung des Kantons Basel Stadt beigelegt. Dort sind praktische Hinweise zu entnehmen.

Gesetzliche Grundlagen:

  • GSchG, Art. 6 , Abs. 1
    «Es ist untersagt, Stoffe, die Wasser verunreinigen können, mittelbar oder unmittelbar in ein Gewässer einzubringen oder sie versickern zu lassen.»
  • GSchG Art. 7 Abs. 1
    «Verschmutztes Abwasser muss behandelt werden. Man darf es nur mit Bewilligung der kantonalen Behörde in ein Gewässer einleiten oder versickern lassen.»

 

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich dazu an Herrn Bruno Mancini (Tel.062 835 34 18; [email protected]).

Seebaggeranlage für Sand- und Kiesabbau Ersatz Öl-Transformator (6-2018)

Frage:

Auf einer Seebaggeranlage für Sand- und Kiesabbau auf dem Vierwaldstättersee soll eine Mittelspannungsanlage revidiert/ersetzt werden. Beim alten und zu entfernenden Transformator handelt es sich um einen Öl-Transformator. Es stellt sich nun grundsätzlich die Frage, ob das Amt für Umwelt den Wiedereinbau eines neuen Öl-Transformators auf dem Baggerschiff erlaubt oder ob in Anlehnung an die Gewässerschutzverordnung (Stand der Technik) ein Giessharztransformator (ohne Öl) gefordert werden darf.

 

Antwort:

Bei der nachfolgenden Beantwortung Ihrer Anfrage handelt es sich um die Fachmeinung des VSA.

Beim genannten Sachverhalt kann nicht auf den Stand der Technik verwiesen werden. Jedoch auf Art. 3 des GSchG "Sorgfaltspflicht":

Jedermann ist verpflichtet, alle nach den Umständen gebotene Sorgfalt anzuwenden, um nachteilige Einwirkungen auf die Gewässer zu vermeiden.

Aus Sicht des Gewässer- und Umweltschutzes ist der Einsatz eines Feststofftransformators zu bevorzugen. Beispielsweise hat ein Giessharztransformator den Vorteil, dass ohne Transformatorenöl die damit verbundene Brand- und Wassergefährdung signifikant verringert werden. Folglich werden Giessharztransformatoren besonders dort eingesetzt, wo wegen der räumlichen Nähe zu Personen oder Sachwerten ölgefüllte Transformatoren nicht oder nur mit erheblichen Massnahmen zum Brandschutz, wie z. B. Brandschutzwänden, aufgestellt werden können. Auch entfallen Ölauffangvorrichtungen. Zudem sind sie weitgehend wartungsfrei, da z. B. keine Undichtigkeiten wie bei flüssigkeitsgefüllten Transformatoren auftreten können und die Problematik der Hydrolyse des Transformatorenöles und dessen eventuell notwendige Aufbereitung entfällt.

Wegen der Luftkühlung eines Feststofftransformators ist die Wärmeabfuhr schlechter als bei flüssigkeitsbefüllten Transformatoren. Deshalb liegen die Leistungsbereiche von Feststofftransformatoren in der Regel auch zwischen 50 kVA bis 40 MVA.

Da es sich im vorliegenden Fall um einen Ersatz des Transformators handelt, wird es jedoch schwierig sein, in den bestehenden Platzverhältnissen einen Feststofftransformator einzubauen. Die technische Machbarkeit muss erst abgeklärt werden. D.h. die Platzverhältnisse und Leistungsbereiche müssen stimmen, sonst ist ein Ersatz eines ölbefüllten Transformators durch einen Feststofftransformator nicht machbar.

Auch bei einem Neubau muss die technische Machbarkeit gegeben sein. Ist diese gegeben, sollte der Feststofftransformator zum Einsatz kommen.

Allenfalls könnte auch ein Trafo mit biologisch abbaubarem Öl in Frage kommen, wie dies die Empfehlung des Verbandes Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) über den Schutz der Gewässer bei Erstellung und Betrieb von elektrischen Anlagen mit wassergefährdenden Flüssigkeiten (Version 2.19; VSE, Aarau; 1. März 2006) verlangt.

Gesetzliche Grundlagen:

  • Bundesgesetz über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG) vom 7. Oktober 1983; SR 814.01
  • Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer (Gewässerschutzgesetz, GSchG) vom 24. Januar 1991; SR 814.20
  • Gewässerschutzverordnung (GSchV) vom 28. Oktober 1998; SR 814.201

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich dazu an Herrn Bruno Mancini (Tel. 062 835 34 18; [email protected]).

Wo erhalte ich weitere nützliche Informationen zum Stand der Technik?

In der Schweiz erhalten Vollzugsbehörden sowie Industrie- und Gewerbebetriebe Informationen und Hinweise für die Anwendung des Begriffs «Stand der Technik» bei der Beurteilung von Abwässern im Dokument Stand der Technik im Gewässerschutz.
Die eidgenössische Gewässerschutzverordnung (GSchV) vom 28. Oktober 1998 verlangt von den industriellen und gewerblichen Betrieben, dass sie bei den Produktionsprozessen und der Abwasserentsorgung die nach dem Stand der Technik erforderlichen Massnahmen treffen.

Für die EU-Staaten gilt die Richtlinie 96/61/EG des Rates vom 24. September 1996 (IVU-Richtlinie) über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung (Directive 96/61/EC – Integrated Pollution Prevention and Control – Directive IPPC).
Der Stand der Technik wird in branchenbezogenen Dokumenten oder Querschnittsdokumenten, sogenannten BREF’s (BAT Reference Documents) festgehalten.

In Deutschland sind die Anforderungen gemäss BVT (Beste Verfügbare Techniken – gleichbedeutend mit Stand der Technik), in den Anhängen der Abwasserverordnung AbwV branchenbezogen aufgeführt. Diese Verordnung soll ausdrücklich der Umsetzung der Richtlinie 96/61/EG dienen.

In Österreich gilt die AAEV, Verordnung über die Allgemeine Begrenzung von Abwasseremissionen in Fliessgewässer oder öffentliche Kanalisationen. Für viele Herkunftsbereiche ist der Stand der Technik in gesonderten Verordnungen, den AEV, abgebildet. Die Auflistung der verschiedenen AEV finden Sie im Rechtsinformationssystem des Bundeskanzleramtes.

Welche nützlichen Dokumente bestehen zum Stand der Technik?

Zielsetzung des vorliegenden Angebotes ist es, dem Benutzer Hinweise zu Dokumenten zu geben, welche für die Bestimmung des Standes der Technik nützlich sein können. Der Entscheid darüber, was zur Zeit Stand der Technik ist, liegt bei der zuständigen Vollzugsbehörde (Art. 15 GSchV).

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