Informationen / Workshops des CC Gewässer

2017

6. CC-GE Treffen vom 26.01.2017 - Eawag, Dübendorf

 

Meeting CC-Gewässer


Der CC-Event 2017 fand am 26. Januar an der EAWAG in Dübendorf mit über 40 angemeldeten Interessenten statt.
Unter der Leitung von Christian Götz und den Co-Leitern Irene Wittmer und Heiko Wehse wurde
folgendes Programm / programme durchgeführt:

 

10:00    Begrüssung und Einführung                         
              Ch. Götz, CC-Leiter / I. Wittmer, Co-Leiterin

10:15    Zustand Fliessgewässer und Handlungsbedarf stofflicher Gewässerschutz
              F. Soltermann, BAUF

10:30    Porjekt STORM-Stehende Gewässer        
              R. Flury, Holinger AG, Bern   und   F. Elber, AquaPlus AG, Zug

11:00    Erfolgskontrolle Pfalnzenschutzmittel Reduktion
              T. Doppler, VSA-Plattform/EAWAG, Dübendorf

11:20    NAWA SPEZ Programme
              S. Daouk, VSA-Plattform/EAWAG, Dübendorf

11:40    Modul Mikroverunreinigungen im MSK
              F. Soltermann, BAFU  und  I. Wittmer VSA-Plattform/EAWAG, Dübendorf

12:00    Mitagessen / déjeuner  (Steh-Lunch)

13:15    Neue CC Projekte / Begleitungen / Feedback CC-Gewässer
             C. Götz (CC-Leiter), H. Wehsen (Co-Leiter), I. Wittmer (Co-Leiterin)

14:00    Vorstellung Teichanlage EAWAG
              Piet Spaak, EAWAG, Dübendorf

14:30    Besichtigung in Gruppen
              - Teichrundgang  (Piet Spaak)
              - Besichtigung Urinlabor  (Kai Udert)
              - Besichtigung Blue Diversion Toilet  (tba)
              - Besichtigung Chriesbach Revitalisierung  (Christoph Vorburger)

16:00    Abschlussapéro

 

 Wir danken Allen Teilnehmern für Ihr Kommen und den Mitwirkenden für Ihr Engagement.

 

Christian Götz                              Irene Wittmer                                             Heiko Wehse

Leiter CC Gewässer                   Co-Leiterin CC Gewässer                       Co-Leiter CC Gewässer

2016

5. CC-GE Treffen vom 15.01.2016 - UNI Bern

Meeting CC-Gewässer

Der CC-Event 2016 führte am 15. Januar rund 30 Personen des CC-Gewässer an die UNI Bern.
Unter der Leitung von Olivier Chaix und der Mitwirkung der Co-Leiter Irene Wittmer und Thomas Haltmeier folgendes Programm durchgeführt:

 

13:45    Begrüssung und Einführung                         Olivier Chaix, Leiter CC Gewässer a.i.

14:00    Vorstellung und Diskussion der Strategie        >> Bitte beigelegtes Dokument lesen!

14:30    Vorstellung der Plattform Wasserqualität        Irene Wittmer, Leiterin Plattform Wasserqualität

15:00    Wirkungskontrolle von Revitalisierungen        Christine Weber, EAWAG

15:30    PAUSE

15:50    Information und Fragen an das BAFU             Stephan Müller, BAFU

16:10    STORM Seen und grosse Fliessgewässer…       Reto Flury, Projektleiter

                … und die Regenwasserrichtlinien                Daniel Baumgartner, Projektleiter

16:40    Kurzinfo über Sediment-Ökotoxikologie           Stefan Gautschi, verantw. Ansprechpartner für das CC

16:45    Das VSA-CC GE und die Landwirtschaft           Erik Egloff, verantw.  Ansprechpartner für das CC

16:50    Abschlussdiskussion

17:00    APERO

 

 Wir danken Allen Teilnehmern für Ihr Kommen und den Mitwirkenden für Ihr Engagement.

2014

4. CC-GE Treffen vom 24.09.2014

Meeting CC-Gewässer

 

 

2013

3. CC-GE Treffen vom 02.10.2013 - Revitalisierung der Kander

Meeting CC-Gewässer

Der CC-Event 2013 führte am 2. Oktober rund 20 Personen des CC-Gewässer an die Kander. Im Tagungszentrum in Gwatt übernahm nach dem Bericht über die Aktivitäten des CC-Gewässer Willy Müller (Amt für Landwirtschaft und Natur, Fischereiinspektorat / Renaturierungsfonds) den fachlichen Teil der Tagung und referierte zum Thema «Revitalisierung der Kander». Nach dem Mittagessen führte er uns ins Gebiet Augand, wo wir die Erfolge der Revitalisierung 1:1 erleben konnten und auch über die Schwierigkeiten in Zusammenhang mit den verschiedenen Akteuren informiert wurden.

Herzlichen Dank an Gastgeber Willy Müller an dieser Stelle.


Die Zusammenfassung der Jahresaktivitäten findet ihr hier zum Download:

Artikel aus Aqua & Gas, Ausgabe 12-2013

VSA-Kurs «Revitalisierung von Fliessgewässern» vom 18.–19.03.2013

«Von der Idee zum Erfolg» so hiess der Titel des ersten VSA-Kurses in «angewandter» Revitalisierung von Fliessgewässern. Rund 40 KursteilnehmerInnen liessen sich während zweier Tage in die aktuelle Philosophie der Revitalisierung einführen. Dabei ging es den OrganisatorInnen darum, einen praxisnahen aber nicht wissenschaftsfernen Kurs anzubieten.

Der Revitalisierungskurs fand am 18. und 19. März in Schönbühl BE statt. Anhand der nahegelegenen Urtenen konnten verschiedene Stadien eines Revitalisierungsprojektes miterlebt werden. Mittels Vorträgen, Exkursionen und Gruppenarbeiten wurden die unterschiedlichen Schritte eines Revitalisierungsprojektes behandelt.

Die Vorträge zeigten auf, dass den diversen Anforderungen eines Revitalisierungsprojektes nur ein Team aus Gewässerökologen, Ingenieuren und – je nach Umfang und Schwierigkeitsgrad eines Projektes – weiteren Spezialisten gerecht werden kann. Die erfolgreiche Zusammenarbeit erfordert von allen gegenseitiges Verstehen der Anliegen und Ziele und den Willen ein optimales Projekt zu verwirklichen.

Nachfolgend sind die wichtigsten Phasen eines Revitalisierungsprojektes, hier in 4 Schritten, zusammenfassend dargestellt.

  • Schritt 1: Beurteilung des Gewässers
    Hier geht es um die Charakterisierung des Gewässers, z.B. Typisierung der aktuellen und die Herleitung der ursprünglichen Gerinnemorphologie. Eine Defizitanalyse aber auch die Wertanalyse hinsichtlich Morphologie, Habitate, Vernetzung, Biologie etc. lassen erkennen, was es zu verbessern bzw. was es zu erhalten und zu schützen gilt.
  • Schritt 2: Planung
    Basierend auf Schritt 1 werden Ziele des Revitalisierungsprojektes definiert und adäquate Massnahmen geplant. Auf den Einbezug der Bevölkerung und speziellen Akteuren (partizipative Planung) konnte im Rahmen des Kurses nicht eingegangen werden. Insbesondere für grössere Projekte ist dieser Aspekt jedoch keineswegs zu vernachlässigen.

    • Ziele
      Ökologische Ziele festlegen (Standortgerechtigkeit, Vernetzung, Leitarten, Landschaft etc.) Schutzziele Hochwasserschutz beachten.
    • Massnahmenplanung
      Grundsätze, welche es bei der Massnahmenplanung zu beachten gilt:

      • Einzugsgebiet berücksichtigen
      • Intervention nur, wo notwendig vornehmen. Grundsätzlich soll die Eigendynamik des Fliessgewässers gefördert werden.
      • Falls Verbauungen notwendig sind, so sollen diese so weich wie möglich und so hart wie notwendig sein.

  • Schritt 3: Raumsicherung
    Bei jedem Revitalisierungsprojekt steht die Raumsicherung im Zentrum. Es gilt den notwendigen Gewässerraum auszuscheiden. Dabei sind die rechtlichen Vorgaben zu beachten. Gerade bei Revitalisierungsprojekten muss es einem jedoch bewusst sein, dass es sich bei dem in der Gewässerverordnung festgelegten Gewässerraum um das Minimum handelt. Wichtig bei der Raumsicherung ist der Einbezug der Landwirtschaft.
  • Schritt 4: Ausführung
    Bei der Ausführungsplanung sind die technischen und ökologischen Anforderungen weiter aufeinander abzustimmen. Es sind Details zu klären, und insbesondere für die Gestaltung ökologisch wertvoller Strukturen sind für die Bauunternehmung verständliche Anleitungen zu schaffen.
    Dem eigentlichen Bauvorgang ist schliesslich grosses Gewicht beizumessen. Hier wird entschieden, wie das geplante Projekt am Ende aussieht, und schon oft hat auch trotz bester Planung ein Projekt bei der Ausführung Schiffbruch erlitten. Neben der üblichen Bauleitung kommt daher der ökologischen Baubegleitung grosse Bedeutung zu.
  • Schritt 4+: Erfolgskontrolle
    Kein Projekt ohne Erfolgskontrolle! Diese beginnt bereits bei der Planung. Oft können Aufnahmen, welche für die Darstellung des Ausgangszustand erforderlich sind, gerade als Referenz für Untersuchungen nach durchgeführten Massnahmen verwendet werden.
    Die Erfolgskontrolle soll Defizit basiert und Massnahmen bezogen sein. D.h. in der Regel gibt ein ökologisches Defizit die Zielsetzung eines Revitalisierungsprojektes vor, soweit dieses mit entsprechenden baulichen Massnahmen behoben werden kann. Die Auswirkungen der durchgeführten Massnahmen werden schliesslich mit adäquaten Indikatoren untersucht. Wenn immer möglich, sollen nicht beeinflusste Abschnitte als Referenz herangezogen werden. Diese sind ebenfalls vor und nach Massnahmen zu beurteilen.
  • Schritt 4++: Unterhalt
    Unterhalt gewährleistet, dass der angestrebte (ökologische) Zustand langfristig erhalten bleibt. Ein entsprechendes Konzept hilft dieses Ziel zu erreichen. Unterhaltsmassnahmen können und sollen auch bei nicht revitalisierten Gewässern der ökolgischen Aufwertung dienen.

 

Kursevalutation

Die Befragung der Kursteilnehmenden ergab mehrheitlich positive Rückmeldungen. So scheint insbesondere das Konzept des Kurses mit den unterschiedlichen Lehr- und Lernstilen Anklang gefunden zu haben. Kritische Hinweise und Wünsche von Teilnehmenden werden wir bei der Planung weiterer Kurse einbeziehen. Aufgrund des Erfolges ist vorgesehen, den Kurs 2014 zu wiederholen.

xeiro ag