| Mitglieder: | Burckhardt Stefan | Zürich (Vorsitz) |
| Fritschi Peter | Bern | |
| Schildknecht Lukas | Pratteln | |
| Umbehr Thierry | F-Strasbourg | |
| Vonaesch Raphael | Sigigen | |
| Widmer Bruno | Spiegel bei Bern |
Die Kommission tagte im Berichtszeitraum sechs Mal. Dabei standen die folgenden Tätigkeiten im Vordergrund:
Glossar /Attributierungshilfen:
· Seit rund 2 Jahren ist das Glossar (www.vsa.ch/glossar) auf der Homepage des VSA aufgeschaltet. Das Glossar wird durch die Kommission SDB unterhalten und gepflegt. Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge werden laufend geprüft und eingearbeitet.
· Mit den Attributierungshilfen werden schrittweise Arbeitsinstrumente für die richtige Anwendung des Datenmodells erarbeitet. Im Sinne einer Qualitätssicherung für das Datenmanagement in der Siedlungsentwässerung werden die Attributierungshilfen allen Interessierten auf der Homepage des VSA kostenlos zur Verfügung gestellt (http://www.vsa.ch/attributierungshandbuch).
Datenstruktur VSA - DSS:
· Unterhalt der Datenstruktur: Diese Tätigkeiten umfassen die Verbesserung und Aktualisierung der bestehenden Struktur aufgrund von Rückmeldungen aus der Praxis, sowie die Pflege des Diskussionsforums auf der Homepage des VSA (http://dss.vsa.ch). Die Koordinationsaufgaben und die Kontakte zu kantonalen Fachbehörden, Gemeindebehörden und anderen Entscheidungsträgern insbesondere Software-Herstellern sind zur Förderung des Verständnisses für die Notwendigkeit und den Nutzen der Anwendung der Datenstruktur VSA-DSS wichtig und wurden im Rahmen der bisherigen Aktivitäten wiederum fortgesetzt.
· Zusammenarbeit mit dem SIA, Überarbeitung SIA 405: Zusammen mit den Vertretern des SIA und anderen Fachverbänden wird an der Revision der Norm SIA 405 (GEO 405 Geoinformation) gearbeitet. Um die heutigen Widersprüche im Regelwerk des SIA vollumfänglich zu eliminieren, wurde beschlossen, auch die dazugehörigen Merkblätter 2015 und 2016, welche die Beschreibung der Standards und Austauschrichtlinien enthalten, zu überarbeiten. Der neue Leitungskataster soll gegenüber der heutigen Ausgestaltung mehr Informationen enthalten und einen vollständigen 3-dimensionalen Überblick über die Leitungen im öffentlichen Raum ermöglichen.
Seitens des VSA gilt es die Interessen des Fachverbandes einzubringen und die Kompatibilität mit heutigen Anwendungen sicherzustellen.
· Erweiterung VSA-KEK «Optische Inspektion: Schadencodierung und Datentransfer»: Zusammen mit der Kommission VSA-KEK wurde die Umsetzung der neuen Norm zur Erfassung des Kanalzustandes in das Datenmodell eingearbeitet. Die Modellerweiterung wurde im August 2008 als Upgrade (siehe unten) veröffentlicht. Dank der guten Zusammenarbeit mit den Systemanbietern sollten die neuen Standards bald bei der Datenerfassung und -verwaltung angewandt werden.
· Neue Version Richtlinie Datenstruktur Siedlungsentwässerung (CD INTERLIS VSA-DSS Release März 2008): Neben der Publikation der Erweiterung VSA-KEK wurde auch die Anpassung auf INTERLIS 2.3 und die im Laufe der letzten drei Jahre eingebrachten Verbesserungen (Blaudrucke) am Datenmodell publiziert.
Mitarbeit an der Erstellung eines neuen GEP-Musterpflichtenheftes:
Zusammen mit Vertretern der Kantone, des VSA-Vorstands und der GEP-Kommission findet zurzeit eine Neuerstellung des Musterpflichtenheftes statt. Dabei wird auch das Datenmanagement analysiert und teilweise neu definiert. Im Vordergrund stehen dabei eine Nutzungsanalyse, die Sensibilisierung für den Umgang mit Daten und die Beschreibung der Minimalstandards.
Anstehende Probleme / Diskussionspunkte
• Weiterentwicklung der heutigen Datenstruktur: Marktbeobachtungen zeigen, dass eine Weiterentwicklung der heutigen Datenstruktur in andere Themenbereiche zurzeit kein grosses Bedürfnis darstellt. Wo Bedürfnisse entstehen, werden diese aber – wie erfolgreich mit der Kommission Erhaltung von Kanalisationen VSA-KEK praktiziert – in die bestehende Struktur aufgenommen.
• Umsetzung Geoinformationsgesetz: Das neue Geoinformationsgesetz mit den dazugehörigen Verordnungen ist seit 1. Juli 2008 in Kraft. Die Daten des GEP und REP sind nun sogenannte «Nationale Geobasisdaten» und haben gewisse Bedingungen einzuhalten. Zentral sind vor allem die Forderung nach einem Datenmodell und die Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit. Die Koordination der Umsetzung der neuen gesetzlichen Bestimmungen obliegt dem BAFU. Es wird in den nächsten Monaten bzw. Jahren intensive Kontakte zwischen der Bundesstelle und dem VSA brauchen, um die nun geltenden sehr allgemein gehaltenen gesetzlichen Formulierungen gemeinsam umzusetzen. Auf jeden Fall wird das Datenmanagement eine wichtigere Bedeutung erhalten.
• Zusammenarbeit mit anderen Kommissionen: Für die ständige Aktualisierung von Glossar und Datenmodell ist die Zusammenarbeit mit anderen Kommissionen wichtig und soll gemäss dem Handbuch für die Kommissionspräsidenten weiter geführt werden.
• Modellanpassungen: Mit dem neuen Musterpflichtenheft und der Revision SIA GEO 405 werden Arbeitsinstrumente geschaffen, die für die nächsten Jahre massgebend für die Erarbeitung der GEP und des damit verbundenen Datenmanagements sind. Im Zuge dieser Arbeiten wurden umfangreiche Analysen zum heutigen Modellansatz vorgenommen.
Ein in den letzten Jahren von der Kommission erarbeiteter vereinfachter Modellansatz könnte weiterentwickelt und die heute teilweise vorhandenen Schwierigkeiten mit der Komplexität des Datenmodells entschärfen. Der neue vereinfachte Modellansatz müsste mit der bisherigen Datenstruktur VSA-DSS kompatibel sein. Je nach Art der Aufgabe und dem Resultat der Nutzungsanalyse kann dann der geeignete Modellansatz gewählt werden. Eine Überführung in die oder andere Version sollte möglich sein.
Für das Jahr 2009 soll dazu dem Vorstand ein Projekt «Modellanpassung» vorgeschlagen werden. Dazu sind auch ergänzende Tools zum Checken der Richtigkeit von Daten vorgesehen.
• Leitung Kommission: Infolge eines beruflichen Wechsels wird der jetzige Präsident die Kommission nur noch bis Ende 2008 leiten. Seit anfangs 2009 wird die Kommission interimistisch von S. Burckhardt geleitet.